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Wirkung des Mondes
Der Mond fasziniert die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz und auch heute noch, nachdem wir ihn bereits betreten und eingehend untersucht haben, hat er nichts von seiner mystischen Anziehungskraft verloren. Selbst wenn der ständige Erdenbegleiter je nach Position seiner Umlaufbahn zwischen etwa 360.000 und 405.000 Kilometern von uns entfernt ist, so hat er dennoch einen großen Einfluss auf Leben und Bewegung auf der Erde.
Der Mond beeinflusst die Erde
Schon jedes Kind lernt, dass der Mond für die Entstehung der Gezeiten verantwortlich ist und am eigenen Leibe erfahren viele Menschen, dass der Vollmond ihren Schlaf stört. Man vermutet sogar, dass die Kräfte des Mondes für die Entstehung des Erdmagnetfeldes mitverantwortlich sind. Tiere wie Insekten und Zugvögel nutzen den Stand des Mondes zur Orientierung oder richten ihre Paarungsrituale zeitlich nach den Mondphasen.
Der Mond und sein Einfluss auf die Pflanzenwelt
Sein konstantes und rhythmisches Verhalten wird darüber hinaus seit Jahrtausenden als zeitliche Orientierung verwendet, z.B. für Feste, nicht zuletzt stammt das Wort "Monat" vom Wort "Mond" ab. Da die einzelnen Mondphasen deutlich einfacher zu beobachten und verfolgen sind, sind Mondkalender älter als Sonnenkalender, allerdings ist das astrologische Mondjahr etwa 11 Tage kürzer als das Sonnenjahr. Da der Sonnenkalender allerdings präzise die Jahreszeiten festlegt, ist der Mondkalender für die Land- und Forstwirtschaft nicht verlässlich.
Dennoch richten viele Bauern, Förster und Gärtner seit Jahrhunderten ihre regelmäßigen, von den Jahreszeiten nur bedingt abhängigen Arbeiten nach den Mondphasen. Mit zunehmendem Mond, also auch zunehmender Nachthelligkeit, werden die oberirdischen Pflanzenteile aktiver, weshalb zu dieser Zeit vor allem blühende Pflanzen wie Hortensien oder Früchte tragende Pflanzen wie etwa Apfelbäume gesät, gepflanzt und gepflegt werden sollen. Abnehmender Mond mit einhergehender dunkler werdender Nacht lässt eher die unterirdischen Pflanzenteile aktiv werden, daher wird für diese Mondphasen zum Säen, Pflanzen und Pflegen von zum Beispiel Kartoffeln empfohlen.
Bei Vollmond sind die oberirdischen Pflanzenteile am aktivsten, weshalb die Gewächse für Dünger besonders empfänglich sind, in dieser Zeit geschnittene Hölzer jedoch schlechter verheilen. Noch heute werden sogenannte Mondhölzer für teilweise 30 Prozent höhere Preise verkauft, diese im Winter zu bestimmten Mondphasen geschlagenen Hölzer sollen vielerlei bessere Eigenschaften im Bezug auf ihre Verarbeitungs- und Nutzungsqualität haben. Wie beispielsweise eine höhere Stabilität und Haltbarkeit, auch sollen sie weniger leicht entzündlich sein und Schädlingen besser widerstehen.
Verschiedene Untersuchungen zu diesem Thema haben allerdings immer wieder widersprüchliche Ergebnisse erbracht, weshalb nicht unbedingt von einer allgemeinen Gültigkeit ausgegangen werden kann. Entscheidend für die Holzqualität ist zu großen Teilen nämlich auch die Trocknung und Lagerung nach dem Schlagen sowie die Herkunft und damit verbundenen klimatischen und biochemischen Bedingungen während des Wachstums. Trotz der bisher nicht wissenschaftlich bewiesenen Auswirkungen der Mondphasen auf die Entwicklung der Pflanzen, berichten Gärtner, Bauern und Förster aus eigenen Erfahrungen von positiven Ergebnissen und schwören daher auch weiterhin auf die Anwendung des Mondkalenders.
