Ein Weg zur Bewusstseinsfindung

Innere Alchemie

Die innere Alchemie hat es sich zum Ziel gemacht, das Elixier des Lebens im eigenen Körper zu entwickeln. Anders als die normale Alchemie, auch äußere Alchemie oder Waidan genannt, glaubt sie nicht an die Herstellung eines Stoffes im Labor. Die innere Alchemie beschäftigt sich außerdem mit körperlichen Substanzen und veredelt diese. Ihr gehören verschiedenste Praktiken und Traditionen zu.
Unter diesen ist die bekannteste das Neidan. Neidan stammt aus dem Chinesischen und bedeutet übersetzt "innerer Zinnober". Die Entstehungsgeschichte des Neidan reicht bis in die Song- (960-1279 n. Chr.) und Yuan-Dynastien (1279-1368 n. Chr.) zurück. Sie ist eine der am weitesten verbreiteten Erleuchtungstechniken. Erleuchtung bezeichnet in diesem Zusammenhang eine spirituelle Erfahrung, die das Bewusstsein des Menschen überschreitet. Diese Erfahrung soll neue Ordnung in das äußere und innere Dasein bringen. Dazu zählen auch die Reinigung der Lymph- und Blutgefäße sowie die Stärkung von Knochen und Bindegewebe.

Verbreitet ist innere Alchemie jedoch nicht nur in China: Auch im arabisch-persischen Raum sowie im Westen sind ihre Traditionen und Praktiken vertreten.

Die westliche innere Alchemie sieht die innere stark mit der äußeren Alchemie verbunden. Dies lässt sich auf den hermetischen Grundsatz "wie innen, so außen" zurückführen.

Alchemisten, ob westlich, nah- oder fernöstlich, sehen sich als Bestandteil der "Prima Materia" an. Die Prima Materia bezeichnet in der äußeren Alchemie die Ursubstanz, aus welcher der Stein der Weisen geschaffen werden kann. Worum es sich wirklich handelt, wird bewusst verschleiert, ist für die innere Alchemie auch eher uninteressant. Denn in der inneren Alchemie ist der Alchemist selbst Teil der Prima Materia - in diesem Fall die nicht geläuterte dunkle Erde, die es zu verwandeln gilt.

Innere Alchemie kann, wie oben beschrieben, im engeren Sinne, aber auch im weiteren Sinne verstanden werden. Das Qigong, eine bekannte chinesische Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform, kultiviert Körper und Geist und soll der Regulierung des Qi-Flusses im Körper dienen. Der Qi-Fluss ist der Fluss der Atmung und der Energie im Körper. Das Qigong beschäftigt sich also auch mit der Kultivierung körperlicher Substanzen und zählt sich daher im weiteren Sinne ebenfalls zur inneren Alchemie.

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  • Das Streben nach Gesundheit, Kraft und innerem Einklang mit sich selbst, bestimmt einen Großteil des menschlichen Lebens. Auf dieser Suche nach psychischer und physischer Harmonie bietet die herkömmliche Medizin oft nicht für jeden die richtige Lösung.

  • Unter dem Begriff „Stilles Qi Gong“ versteht man eine Reihe von Praktiken um das innere Qi zu veredeln und zu reinigen. Es gibt viele verschiedene Einwirkungsbereiche in das „Stille Qi Gong“. Viele große Qi Gong Meister entwickelten neben dem Bewegungs – Qi Gong das Stille Qi Gong um auch die inneren Fertigkeiten zu verbessern.

  • "I still haven't found what I'm looking for...." heißt es in dem bekannten Song von U2 und dieser simple Satz beschreibt wohl sehr gut ein Gefühl, dass fast alle kennen, die ihr Leben auch als eine Suche verstehen. Eine Suche nach vollkommener Klarheit, absoluter Selbsterkenntnis und nach Antworten auf die grundlegenden Fragen des Lebens.