Ein Weg zur Bewusstseinsfindung

Gott

Besonderes & Geschenke

FEB 2008 12

Meine Suche nach Gott
Ich habe in meinem Leben viele Artikel über Gott gelesen. Auch die Bibel ist mir absolut nicht fremd. Ich kenne die Schöpfungsgeschichte, das "Vater unser", die Bhagavad Gita und auch die verschiedenen Geschichten über Gott aus dem alten oder neuen Testament. Ganz nach dem Motto: Gott kann man stets in allem finden. Auf der Suche nach Gott finde ich spirituelle Literatur sehr nützlich. Sie kann uns als keine Brücke helfen, den Weg zu anderen Sichtweisen zu finden. Lange Zeit konnte ich mit der Bibel nicht anfangen. Dennoch hat sie micih geprägt und immer wieder denke ich an die eine oder andere Zeile in der Bibel, die mich in solchen Situationen inspiriert. Sehr schön finde ich auch die Bhagavad Gita. Sie ist natürlich nicht christlichen Ursprungs, dennoch verkörpert sie für mich ein Buch über Gott und seine Ansprache an die Menschheit. Sie ist kritisch, teilweise fand ich sie kulturfremd, dennoch ist sie sehr spirituell und spach in mir einen Teil des Unterbewusstseins an, der in mir gereift ist.

Die Aussgangssituation
Das Problem der heutigen Zeit ist, dass man für alles einen Beweis sucht. Einen Beweis für Gott wie auch für die Zahnarztrechnung im letzten Monat. In meiner Kindheit wurde mir Gott so dargestellt, als ober er uns ganz fremd wäre und weit weg von uns ist. Vielfach stellt man sich Gott sogar auf einem Thron hoch im Himmel oder gar auf Wolken vor. Für uns Menschen ist so ein Gott unerreichbar!

Mein Gott
Aber ich sehe Gott anders als in diesen Ausführungen. Denn mein Gott ist immer da wo ich bin. Und Gott ist nicht nur ein Phantasiegebilde, sondern mein Gott ist zugleich mein himmlischer Vater! Wenn ich im Gebet mit Gott spreche, dann sage ich meistens Vater. Denn was sind wir eigentlich? Wir sind doch alle Kinder Gottes, also ist Gott unser Vater. Und sobald man dieses Bild in sich selber verinnerlicht, stellt sich ein ganz anderes Verhältnis zu Gott ein. Denn dieser väterliche Gott ist kein strafendes, unselbständiges Objekt – dieser Gott wird zum Teil von mir selbst.

Und ich versuche stets Gott auch in anderen Personen zu erkennen. Denn in der Bibel heißt es auch "liebe deinen nächsten, wie dich selbst" - d.h. Wir alle sind alle irgendwie "Eins". Im „Vater Unser“ heißt es zudem auch „Vater Unser, wie im Himmel so auf Erden“. Lassen wir uns doch mal diesen Satz unter die Lupe nehmen – so heißt es hier ganz klar, dass wir zu unserem Vater sprechen! Ich möchte an dieser Stelle keine Behauptungen aufstellen, nur jeden dazu auffordern selber nach Gott zu suchen, und sich selber ein Bild über ihn zu machen.

Quelle verwendeter Fotos: © Serghei Velusceac - Fotolia.com